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Nachhaltige Innovationen am Arbeitsplatz – Was man von der Uni (auch noch) lernen kann.

Elisabeth Süßbauer aus unserem Forschungsteam war für sechs Wochen an der National University of Ireland (NUI) Galway, um sich mit WissenschaftlerInnen und StudentInnen des Forschungsclusters „Planung und Nachhaltigkeit“ zum Thema nachhaltigen Konsum auszutauschen (und erste IMKoN-Ergebnisse vorzustellen).

Der Austausch war nicht nur auf inhaltlicher Ebene spannend, sondern IMKoN-Forscherin Elisabeth fand dort auch viele gute Beispiele für Nachhaltigkeitsinnovationen am Arbeitsplatz.

  • So bringt zum Beispiel eine Mitarbeiterin jede Woche übriggebliebene Backwaren der britischen Supermarktkette TESCO mit und legt sie in den Besprechungsraum/ Teeküche, wo sich alle Beschäftigen und Studierenden bedienen können.
  • Auf jedem Gang befinden sich zwei Recycling-Sammelboxen: einen für alte Druckerpatronen und Handys und einen für Papier und Plastik, das in Irland üblicherweise gemeinsam gesammelt wird.
  • Zwar gibt es keine Garagen für Fahrräder oder überdachten Fahrradständer, dafür dürfen Fahrräder mit ins Büro gebracht werden, damit sie nicht vom Regen nass werden – was in Irland ja häufig passieren kann.
  • An den Wänden im Büro befinden sich USB-Sticks, die den Energieverbrauch und die Luftqualität im Büro kontrollieren und zu neuen Produkten und Tools für energieeffizienten Sanierung im Bestand beitragen sollen. (Mehr infos beim Projekt nZEB-RETROFIT
  • Wie überall im gastronomischen Bereich in Irland wird auch in der Mitarbeiterkantine gratis Leitungswasser bereitgestellt. Das Leitungswasser befindet sich appetitlich in einem riesigen Wasserglas mit Zapfhahn (siehe Bild), was den Kauf von Mineralwasser in Plastikflaschen überflüssig macht.
  • Auch für Kaffee gibt es eine nachhaltige Lösung: ähnlich wie es viele deutschen Mensen eingeführt haben, ist der Kaffee um einige Cents billiger, wenn man einen eigenen wiederbefüllbaren Kaffeebecher mitbringt. Allerdings scheint das noch die Iren, die man allgemein als Kaffeejunkies bezeichnen kann, vom Gebrauch von Plastikbechern noch nicht ganz abzuhalten. Der Plastikbecherkonsum war an der Uni sehr hoch.

Diese ganzen Aktionen sind Teil der Nachhaltigkeitsinitiative der der Uni Galway. Ziel der Initiative ist es, einen nachhaltigen Campus zu kreieren, an dem alle Ressourcen optimal und effizient genutzt, die Räumlichkeiten so effektiv wie möglich verwaltet und Dienstleistungen möglichst zusammengelegt werden. Dazu hat die Initiative sogar eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie verfasst, in der darlegt wird, wie die Uni bis 2020 in einen „grünen, smarten und gesunden Campus“ verwandelt werden soll.

Ähnlich wie bei IMKoN wurde auch hier ein partizipativer Ansatz verfolg: im Vorfeld der Strategieentwicklung wurden die Studierenden nach ihren Ideen gefragt. Circa 1.000 Antworten kamen zurück, die auch Forschungsaktivitäten betrafen, v.a. in den Themenfeldern Energieeffizienz und nachhaltiges Trinkwasser. Darauf aufbauend wurden Pilotprojekte entwickelt, die zu nachhaltigem Verhalten anregen sollen. Zum Beispiel gab es das Projekt „Battle oft the Buildings“: die verschiedenen Fachbereiche traten in einem Wettbewerb dazu an, den Energieverbrauch im Gebäude zu drosseln. Auf der Website der Nachhaltigkeitsinitiative als auch auf Bildschirmen an verschiedenen Orten auf dem Campus konnten die Beschäftigten und Studierenden Details des täglichen Energieverbrauchs mitverfolgen. Zudem wurden Weiterbildungen und Bewusstseinskampagnen zum Thema Energiesparen durchgeführt.

Die Erfahrungen als Gastwissenschaftlerin haben gezeigt, dass sich die Uni Galway auf jeden Fall auf einem guten Weg befindet. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit!